teamfixx® Standards für gesicherte Qualität

 

     Inhalt:

obennach oben

 

1) Allgemeines

 

teamfixx® ist aus Erkenntnissen jahrzehntelanger Führungs- und Beratungspraxis entstanden. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass nicht jedes Problem im Unternehmenskontext ein Konflikt ist, der zwingend bearbeitet oder gelöst werden muss. Auch zeigt sich häufig, dass herkömmliche Konfliktverfahren, wie z.B. Mediation, zu schnell an ihre Grenzen geraten. Deshalb braucht es Vorgehensweisen, die den Erfordernissen von Unternehmen gerecht werden. Die dafür erforderlichen Aspekte werden in diesen Standards aufgeführt.

 

 

1.1) Ziele dieser Standards

 

Die Standards dienen folgenden Zielen:

  • Vorstellung von teamfixx® und seinen Besonderheiten
  • Darstellung der Denkwelt hinter teamfixx® (Grundlagen der Entstehung, Voraussetzungen für das Funktionieren, Kompetenzen, Haltung der Durchführenden und ihr ethisches Selbstverständnis)
  • Regelung der Fortbildung, Zertifizierung und Lizenzierung für teamfixx®


 

1.2) Begriffsklärungen und Besonderheiten von teamfixx®

 

teamfixx® ist eine ergebnisfokussierte Beratungsdienstleistung (EFB), mit der in herausfordernden (belastenden, konfliktären…) Situationen die Arbeitsfähigkeit in kürzester Zeit hergestellt wird. So werden Menschen in ihren Rollen und Funktionen befähigt, aus eigener Kompetenz Lösungen herzustellen und umzusetzen.

 

Die »Ergebnisfokussierte Beratung« (EFB)

Ergebnisfokussierte Beratung besteht aus zwei parallelen Prozessen.

 

1. »Ergebnisfokussiere Moderation« (EFM)

Sie stellt den Veränderungsprozess dar, bei dem ein Kollektiv auf dem Weg vom unerwünschten IST-Zustand zu einem gewünschten SOLL-Zustand begleitet wird. Besonderes Merkmal dieser Methodik ist, dass der Fokus auf realitätsverändernden Handlungen im Kollektiv liegt. Auf das Ergründen individueller Befindlichkeiten wird verzichtet. So bleiben die Beteiligten vor einem unerwünschten Eindringen in ihre Persönlichkeitsaspekte geschützt. Diese Form ist besonders geeignet, wenn Intimes der Menschen Schutz bedarf.

 

Mit ihrem »nicht eindringen in die Person« eignet sich die Ergebnisfokussierte Moderation ganz besonders als Führungsinstrument und erleichtert Führungskräften die Realisierung ihrer Führungsaufgaben.

2. Prozess Assessment

Hierbei handelt es sich um einen die Ergebnisfokussierte Moderation unterstützenden Prozess, der gemeinsam von BeraterIn und Führungskraft gestaltet wird. Ziel dieses Prozesses ist eine optimale Unterstützung der Führungskraft bei der Mitgestaltung des Veränderungsprozesses. Das reicht von kurzer Vergewisserung über die Stimmigkeit des Prozessverlaufs bis hin zur Sicherung rollenkonformen Führungshandelns.

 

Da Führungskräfte nur selten gleichzeitig auch ExpertInnen für Prozessgestaltung sind, kann es sehr leicht und unbeabsichtigt zu unbedachten Handlungen kommen, die den Prozess behindern oder ihn auch völlig blockieren könnten. Dieser potenziellen Gefahr wird mit dem Prozess Assessment wirksam vorgebeugt.

 

obennach oben

 

1.3) Ergebniszusage

 

Mit der Prozessarchitektur der Ergebnisfokussierten Beratung kann eines von zwei möglichen Ergebnissen zugesagt werden:
 

1. Die Befähigung eines Kollektivs zur Lösung

Das Hauptziel ist die Herstellung der Arbeitsfähigkeit innerhalb kürzester Zeit. Die Beteiligten werden in eine emotionale Entlastung geführt. Das erleichtert den Zugriff auf ihre eigenen Kompetenzen und stärkt die Kooperationsbereitschaft. Beides ist erforderlich, um neue Handlungen zu entwickeln, die dann zum gewünsch-ten Ziel führen.

Diese Befähigung wird aber nur dann möglich, wenn alle Beteiligten auch eine Lösung wollen. Doch die Existenz dieser Bereitschaft kann nicht garantiert werden. Oftmals tarnt sich fehlender Wille mit Lippenbekenntnissen, denen jedoch keine Taten folgen.

In diesem Fall gibt es das zweite mögliche Ergebnis:

2. Die guten Gründe der fehlenden Bereitschaft für das Kollektiv besprechbar machen

Die Logik der ergebnisfokussierten Moderation macht fehlende Bereitschaft sichtbar. Mediative Grundhaltung ist von der Überzeugung getragen, dass es einen sehr guten Grund für das Fehlen der Bereitschaft gibt. So werden neue Aspekte offenbar, die Grundlage eines neuen oder auch ganz anderen Auftrages sein können bis hin zu keinem weiteren Auftrag. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn deutlich wurde, dass der Konflikt durch das Fehlen bestimmter Entscheidungen auf Führungsebene entstanden ist.

 

obennach oben

 

1.4) Qualitätssicherung

 

Zur Qualitätssicherung weden alle Beteilgten zum Abschluss des Prozesses nach erfolgter Befähigung um ihr Feedback gebeten. Es umfasst ihr Erleben während des Worksshop und ihr Erleben im Alltag nach dem Workshop. Ebenso ist regelmäßige Selbstreflexion obligatorisch.

 

1.5) Der Name teamfixx®

teamfixx® ist ein geschützter Markenname von SOKRATeam. Er darf nur von zertifizierten teamfixx® BeraterInnen oder zertifizierten teamfixx® ModeratorInnen genutzt werden.

Die zertifizierten teamfixx® BeraterInnen erreichen eines der unter 1.3. dargestellten Ergebnisse. Sie haben mit der Zertifizierung den Nachweis erbracht, dass sie in ihrer Beratungspraxis bei ihren Kundinnen diese Ergebniszusage verlässlich einhalten können.

Die zertifizierten teamfixx® ModeratorInnen haben den Nachweis erbracht, dass sie die Ergebnisfokussierte Moderation entweder in der Rolle als beteiligte Führungskraft / Projektleitung einsetzten können oder auch als begleitende dritte Person, sofern ein Prozess Assessment nicht erforderlich ist.

 

obennach oben

 

1.6) Voraussetzungen für die Ergebniszusage

 

Das Leistungszusage, in kürzester Zeit in die Arbeitsfähigkeit zu führen, wird ermöglicht von

  • einem eindeutigen Verständnis von Führung und dem definierten Zusammenspiel der Verantwortlichkeiten von Führungskraft und BegleiterIn (siehe auch »1.7) Führungsverständnis« sowie »1.8) Reflektierte Verantwortung für Menschen in Unternehmen«)
  • einer klaren äußeren Moderationsstruktur
  • besonderen Kompetenzen der Durchführenden (vgl. »1.6 Kompetenzen«) sowie
  • einer darauf abgestimmten inneren Haltung der BeraterIn, sich etwa von emotionalen Äußerungen nicht irritieren zu lassen und diese so zu regulieren, dass die Arbeit an der Lösung im Fokus bleibt.

 

obennach oben

 

 

1.7) Kompetenzen

 

Für die Zertifizierung ist der Nachweis der hier beschriebenen teamfixx® Kompetenzen erforderlich. Kompetenzerwerb erfolgt weniger im Seminarraum, sondern viel mehr durch praktisches Tun im ganz normalen Alltag. Deshalb sind konkrete Praxiseinsätze mit anschließender Reflexion unverzichtbarer Bestandteil der Zertifizierung. Dafür werden in einem Reflexionsdialog die Ausprägungen der folgenden Kompetenzen ermittelt:

 

FÜHRUNG

Fünf zentrale Aufgaben: Arbeitsfähig machen (formale und soziale Struktur), Grenzen setzen (Klarheit des Spielfeldes herstellen), situativ balancieren (zwischen formaler und sozialer Struktur), rollenkonform handeln (bei Engpässen Individuelles zurückstellen) und Handeln reflektieren (Klarheit über Selbstführung). Siehe auch »1.7) Führungsverständnis« sowie »1.8) Reflektierte Verantwortung für Menschen in Unternehmen«

 

AMBIGUITÄTSTOLERANZ

Aushalten und zulassen können von Widersprüchlichem und Unvereinbarem, ohne dabei emotional belastet zu sein. Dazu zählt auch die Fähigkeit zum Perspektivwechsel trotz emotionaler Belastung.

 

ENTSPANNTER UMGANG MIT ANGESPANNTEN SITUATIONEN

Insbesondere bei angespannten Situationen ein Vorbild für Gelassenheit mit gleichzeitigem Teilhaben sein, dadurch auf andere »ansteckend« und deeskalierend wirken.

 

BEWUSSER UMGANG MIT REFLEXEN DES EIGENEN STAMMHIRNS

Die durch emotionale Impulse ausgelösten eigenen Stammhirnreflexe wahrnehmen können (wie z.B. trösten wollen, Ignorieren, Schuldzuweisung als Gegenangriff), und gleichzeitig in einer rollenkonformen (als Führungskraft oder BeraterIn) Selbststeuerung bleiben.

 

FRUSTRATIONSTOLERANZ STÄRKEN

Menschen darin fördern, dass sie auch bei Frustration im zielorientierten Handlungsmodus bleiben können.

 

FRUSTRATION ZUMUTEN

Über die innere Erlaubnis verfügen, dass Menschen frustriert sein dürfen, wenn Sie an Grenzen stoßen, die in einem Unternehmen gesichert werden müssen.

 

PROFESSIONELLE EMPATHIE

Herstellung von Empathie (semantisch und syntaktisch) als Zustand der Beziehungsqualität:

»Verstehen« beim Berater mit gleichzeitigem »Verstanden werden« bei Klienten. Siehe auch »1.9) Empathieverständnis«

 

EIGENE LERNFELDER NUTZEN

Durch kontinuierliche Selbstreflexion die eigenen Lernfelder identifizieren, Handlungskonsequenzen ableiten und damit sich selbst zielorientiert weiterentwickeln.

 

obennach oben


 

1.8) Führungsverständnis

 

Durch die hohe Ziel- und Ergebnisorientierung sowie seiner kooperationsstärkenden Wirkung ist teamfixx® ein hervorragendes Führungsinstrument. Voraussetzung ist Akzeptanz, Verinnerlichung und Umsetzung von fünf Führungsaufgaben. Ein Mangel in diesen Aspekten in der Führung kann Konflikte zusätzlich erzeugen oder auch unnötig verschärfen. In diesem Fall ist vor dem Einsatz von Ergebnisfokussierter Moderation eine Stärkung der Führungskraft im Rahmen der Prozess Assessments oder als Coaching erforderlich.

ARBEITSFÄHIG MACHEN

Führung beachtet zwei gleich wichtige Strukturen. Die formale Struktur umfasst Fakten wie Ziele, Ergebnisse, Verträge, Arbeitsabläufe usw. Die soziale Struktur umfasst die menschlichen Aspekte wie Werte, Ideale, Sinnhaftigkeit, Vertrauen, Feedback usw. Beide Strukturen müssen soweit geklärt sein, dass Mitarbeitende ihre Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Arbeit lenken können. Unklarheiten in den Strukturen lassen Arbeitsenergie nach innen verpuffen, ohne dass ein unternehmerischer Mehrwert entsteht

GRENZEN SETZEN

Jedes Unternehmen muss einem bestimmten Umfeld einen bestimmten Nutzen bieten. Dazu ist die Klarheit darüber erforderlich, was das Unternehmen (Abteilung, Team) macht und was nicht. Diese Grenzen müssen klar definiert sein. Sie bilden den Rahmen, um Existenz und Zukunft des Unternehmens zu sichern. Deshalb müssen diese Grenzen auch gegen Überschreitung gesichert werden. Das dabei Konflikte und Frustrationen entstehen können, ist eine völlig normale Begleiterscheinung und allen Beteiligten zuzumuten.

SITUATIV BALANCIEREN

Die Sicherung der Arbeitsfähigkeit von formaler und sozialer Struktur ist keine einmalige Aufgabe, die nach ihrer Umsetzung abgehakt werden kann. Es ist vielmehr ein alltäglicher und permanenter Prozess, bei dem in jeder Situation immer wieder aufs Neue entschieden werden muss, wie die formal-soziale Balance erreicht wird. Je nach Situation kann eine temporäre Überbetonung einer der beiden Strukturen durchaus sinnvoll und erforderlich sein. Auf lange Sicht muss jedoch eine Balance sichergestellt sein.

ROLLENKONFORM HANDELN

Individuen werden mit bestimmten Rollen und Funktionen betraut, damit sie der Mission des Unternehmens dienen. Dabei kann es passieren, dass Rolle und Funktion Handlungen erforderlich macht, die im Widerspruch zu Willen und Werte des Individuums stehen. In solchen Situationen erhalten die Erfordernisse der Rolle Vorfahrt vor den des Individuums. Der Umgang mit den hier möglichen Spannungsfeldern erfordert sehr viel Klarheit von Rolle und Funktion.

HANDELN REFLEKTIEREN

Für gute Führung ist es unverzichtbar, die eigenen Handlungen immer wieder zu hinterfragen und auf ihre Stimmigkeit hin zu überprüfen. Nur mit regelmäßiger Reflexion kann erreicht werden, dass die Bewusstheit von Handlungen nicht in unbewusste Routinen abgleitet. Das wäre das Ende guter Führung. Von daher stellen gute Führungskräfte ihre Handlungen immer wieder auf den Prüfstand und nutzen die hier beschriebenen fünf zentralen Führungsaspekten.

 

pdfDie fünf Handlungsaspekte als Download

 

obennach oben

 

1.8) Reflektierte Verantwortung für Menschen in Unternehmen

 

Die Akzeptanz der folgenden Aspekte bildet das Fundament für Ergebnisfokussierte Moderaion und Beratung. Diese Grundannahmen leiten auch ohne ihr explizites Benennen Wahrnehmung und Handlungen. Je mehr die Grundannahmen verinnerlicht sind, desto geringer wird die Differenz zwischen Absicht und Wirkung der eigenen Handlungen im Rahmen Ergebnisfokussierter Beratung und Moderation.

 

Deshalb dienen sie auch als Reflexion zur Überprüfung, inwieweit die eigene Haltung als ModeratorIn, als BeraterIn oder als Führungskraft mit diesen Aussagen kompatibel ist. Deutlicher Widerspruch ist ein Indiz für Kontraindikation.
 

  1. Jeder Mensch, der von einem Unternehmen bezahlt wird, hat dem Daseinszweck des Unternehmens zu dienen und trägt dafür Verantwortung. Dazu zählt auch, die eigenen Kompetenzen auszubauen und die der Anderen nicht zu behindern.
     
  2. Die Kooperation von Menschen in Unternehmen ist obligatorisch. Sie ist weder freiwillige noch beliebige Entscheidung. Deshalb ist die Gestaltung einer arbeitsfähigen Kooperation gemeinsame Aufgabe und Verantwortung.
     
  3. Menschen in Unternehmen werden für Ergebnisse und ihre Mitwirkung an arbeitsfähigen Strukturen vergütet - und nicht primär für ihre individuelle Einzigartigkeit.
     
  4. Jeder Mensch trägt die Verantwortung für sein Handeln und Unterlassen. Dazu zählt auch der Umgang mit eigenen und fremden Emotionen.
     
  5. Emotionale Belastung kann die Arbeitsfähigkeit reduzieren. Daraus folgt keine Erlaubnis für dauerhafte Minderleistung.
     
  6. Bei Engpässen hat rollenkonformes Handeln Vorfahrt vor der Befriedigung individueller Bedürfnisse.
     
  7. Die Suche nach Schuldigen ist Aufgabe der Justiz. Für Unternehmen hat die Suche nach Lösungen Vorrang.
     
  8. Die Differenz zwischen Absicht und Wirkung von Handlungen ist normal. Feedback ist für ei-nen lösungsorientierten Umgang mit dieser Tatsache unverzichtbar.
     
  9. Führung und Beratung ist Haltung, nicht Technik.

 

pdfReflektierte Verantwortung als Download

 

obennach oben

 

 

1.10) Empathieverständnis

 

Empathie ist eine Prozessqualität zwischen BeraterIn und KundIn von »verstehen« und »sich verstanden fühlen«. Das Herstellen von Empathie durch den/die BeraterIn kann für KundInnen hilfreiche Ressource sein, ebenso zwischen Führungskraft und MitarbeiterIn. Es kann aber auch als bedrohlich erlebt werden und damit den Prozess blockieren.

Deshalb erfordert die Herstellung von Empathie eine permanente Vergewisserung, ob sie tatsächlich noch Ressource ist oder bereits zum Hindernis wurde. Um das zu erreichen, ist für Führung und professionelle Beratung die Fähigkeit einer situationsgerechten Dosierung von Empathie auf einem Kontinuum zwischen »semantisch« (unter den Eisberg abtauchen) und »syntaktisch« (um den Eisberg schnorcheln) erforderlich.

 

obennach oben

 

1.11) Informationsquellen

 

Die Informationen zu ergebnisfokussierten Interventionen sind frei verfügbar. Führungskräfte und BeraterInnen finden bei den hier aufgeführten Quellen die erforderlichen Hinweise für die Umsetzung sowie alle Informationen zu den relevanten wissenschaftlichen Hintergründen.

 

Wir laden ausdrücklich dazu ein, diese Methodik auszuprobieren und sich mit dem dafür erforderlichen 'Mind-Set' auseinanderzusetzen.
Immer wieder erhalten wir das Feedback, dass der Mut, diesen ungewohnten Weg zu gehen, belohnt wird.
Wir freuen uns auch über Ihr Feedback.

 

Besuchen sie uns auch bei YouTube

 

LinkWo liegt das Problem? 
So machen Sie Ihr Team in 3 Stunden wieder arbeitsfähig

 

Karl Kreuser und Thomas Robrecht, 2016,  Wolfgang Metzner Verlag Frankfurt

 

Praxiserprobte Schritt für Schritt Anleitung zur Ergebnisfokussierten Moderation und Beratung. Mit wissenschaftlichen Hintergründen.

 

LinkProfessionelle Beratung
Menschen und Unternehmen kompetent begleiten

 

Karl Kreuser und Thomas Robrecht, 2019,  SOKRATeam, Unterföhring

 

Bildet die Grundlage von teamfixx®, beschreibt das professionelles Beratungsverständnis und dient zur Reflexion.

 

LinkEine Theorie des agilen Unternehmens
Erklärung von kollektiver Kompetenz

 

Karl Kreuser 2019,  SOKRATeam, Unterföhring

 

Beschreibt eine Denkwelt, die Agilität mit der Entwicklung von Kompetenzen eines Kollektivs verbindet

 

LinkDer Hirtenkönig
Sicher führen in unsicheren Situationen

 

Karl Kreuser 2018,  SOKRATeam, Unterföhring

 

Beschreibt unterhaltsam und amüsant den für zeitgemäße Führung erforderlichen Paradigmenwechsel.

 

LinkBehauptung einer normativen Führungsethik
 

Karl Kreuser 2017,  SOKRATeam, Unterföhring

 

Für Menschen mit Freude am präzisen Denken rund um das Thema Führung. Anre-gendes, Widerspruch Erzeugendes, zur Reflexion und Diskussion einladend.

obennach oben

 

2) Die teamfixx® Fortbildungen

 

Das Ziel der teamfixx® Fortbildung ist erreicht, wenn die Teilnehmenden ergebnisfokussiert moderieren bzw. ergebnisfokussiert beraten können. Dafür dienen die unter 2.1. beschriebenen Inhalte. Zusätzlich ist die eigene Praxiserfahrung mit der Umsetzung der Inhalte erforderlicher Bestandteil der Fortbildung und Voraussetzung für die Zertifizierung als teamfixx® ModeratorIn. Zertifizierte teamfixx® BeraterInnen können zusätzlich das Prozess Assessment gestalten und die teamfixx® Leistungszusage einhalten.

 

obennach oben

 

2.1)  Inhalte der Fortbildungen

 

1. Professionelle Selbstklarheit

  • Reflexion der eigenen Führungs- oder Beratungsbiografie
  • Reflexion der als kritische erlebten Situationen des Führungs- oder Beratungsalltags
  • Identifikation der eigenen handlungsleitenden Antriebskraft
  • Den Nutzen der Dosierung der eigenen Antriebskraft erschließen

 

2. Gute Führung objektiv erkennen

  • Erfolgsfaktoren für Organisationen kennen
  • Logik und Dynamik von Veränderungsprozessen
  • Eigene Führungskompetenzen entwickeln
  • Die fünf Handlungsaspekte für sicheres Führen zur Reflexion nutzen

 

3. Auftragsklärung für professionelle Beratung

  • Die vier Arbeitsrahmen der Beratung kennen und sichern können
  • Rollenkonformes Führungshandeln identifizieren können
  • Struktur und Inhalt des Auftragsklärungsgesprächs kennen und anwenden
  • Dem Scheitern vorbeugende Sicherheitsanker setzen

 

4. Mit der Führungskraft das Prozess Assessment gestalten

  • Rollenkonforme Aufgabenverteilung zwischen BeraterIn und Führungskraft
  • Kritisches Führungshandeln erkennen und besprechbar machen
  • Ergebnisfokussiertes Führungscoaching zur Prozesssicherung
  • Reflexionsschleifen in den Prozess integrieren

 

5. Die Ergebnisfokussierte Moderation durchführen

  • Die Prozess- und Wirklogik der Ergebnisfokussierten Moderation kennen
  • Die neun Schritte mit ihren Variationsmöglichkeiten von Kleinst- bis Großgruppen kennen
  • Die Methodik situations- und bedarfsgerecht anpassen können
  • Den Gesamtprozess der Ergebnisfokussierten Beratung kennen

 

obennach oben

 

2.2)  Ergebniszusage

 

Für BeraterInnen ist es erforderlich, den eigenen KundInnen die unter 1.3 dargestellten Ergebniszusagen sicher geben können. Dafür können sie die unter 1.2 beschriebenen Parallelprozesse zielgerecht gestalten.

 

obennach oben

 

2.3) Praxisworkshop

 

Im Fokus stehen Reflexion und Festigung praktischer Erfahrungen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei einem Zertifizierungsdialog den für die Zertifizierung erforderlichen Kompetenznachweis zu erbringen.

 

obennach oben

 

2.4) Individuell gestaltbar

 

Der Aufbau der Fortbildung ist so gestaltet, dass er unterschiedlichen Anforderungen von Rolle (Führung, Beratung) und Wissensstand (wenig bis viel Erfahrung) gerecht wird. Sie ist vierstufig aufgebaut:
Wissensaneignung, sammeln von Praxiserfahrung, Reflexion und Zertifizierung.

1. Wissensaneignung

  • a. Tagesseminare
    Wer es ganz genau wissen will, kann sich das vollständige Wissen über fünf Einzelthemen in eintägigen Seminaren aneignen.
  • b. teamfixx® Seminar
    Wer bereits über einschlägige Beratungserfahrung verfügt, lernt in einem 2,5 tägigen Seminar alle fünf Themen kennen. Die Bearbeitungstiefe richtet sich nach den bereits vorhandenen Kompetenzen der Teilnehmenden
  • c. Selbststudium
    Wer bereits mehrere hundert Stunden Beratungsausbildung absolviert hat, kann sich das Wissen auch selbst aneignen. Dazu stehen alle relevanten Quellen frei zu Verfügung (siehe 1.11).

2. Praxiserfahrung

Damit aus Wissen Können wird, ist eigene Praxis unverzichtbar. Wir empfehlen mindestens fünf Prozesse durchzuführen, um die unter 1.7 beschriebenen Kompetenzen zu festigen.

3. Praxisworkshop

Die Reflexion der gesammelten Erfahrungen gemeinsam mit weiteren KollegInnen festigt das Erlernte.

4. Zertifizierung

Sofern die Reflexion das Vorhandensein der erforderlichen Kompetenzen belegt, kann die Zertifizierung erfolgen.

obennach oben

 

3) Zertifizierung als teamfixx® ModeratorIn

 

Die Zertifizierung als »teamfixx® ModeratorIn« dient der Vergewisserung, dass Haltung und Methodik der Ergebnisfokussierten Moderation verinnerlicht sind.

 

 

3.1) Voraussetzung für die Zertifizierung als teamfixx® ModeratorIn

 

Das Zertifikat als »zertifizierte teamfixx® Moderatorin« und als »zertifizierter teamfixx® Moderator« kann bei SOKRATeam beantragt werden. Die Gültigkeit des Zertifikats ist zeitlich unbegrenzt. Folgende Voraussetzungen sind dafür erforderlich:

  • Kenntnis der den unter 2.1. beschriebenen Inhalte und Verständnis ihrer Relevanz
  • Für Zielklarheit sorgen können
  • Die neun Schritte der EFM anwenden
  • Die Beteiligten sicher durch den Ablauf führen
  • Während der Moderation keine Bewertungen vornehmen
  • Eigene Ergebnisverantwortung bis zum Ende zurückstellen können
  • Teilnahme am Praxisworkshop, die jeweils von einer lizenzierten teamfixx® Trainerin / einem lizenzierten teamfixx® Trainer geleitet wurden
  • Praktische Erfahrung mit der Umsetzung der Ergebnisfokussierten Moderation
  • Reflexionsgespräch mit einem/einer teamfixx® SupervisorIn, bei dem erkennbar wird, dass …
    … die unter 1.7 beschrieben Kompetenzen vorhanden sind
    … das unter 1.8 beschriebene Führungsverständnis sowie die unter 1.9 beschriebene Verantwortung geteilt und akzeptiert werden kann
    … syntaktische Empathie als Prozessqualität hergestellt werden kann
  • Entrichtung der Zertifizierungsgebühr


 

3.2) Berechtigung durch die Zertifizierung als teamfixx® ModeratorIn

 

Das Zertifikat berechtigt zu folgenden Handlungen:

  • die Nutzung des Markennamens »teamfixx®« sowie des Qualitätssiegels für zertifizierte teamfixx® ModeratorInnen zu Darstellungszwecken der eigenen Qualifikation
  • den Bezug und Verwendung von original teamfixx® Arbeitsmaterialien
  • den Informationsabruf zu Weiterentwicklungen und Neuerungen zu teamfixx®
  • Teilnahme an teamfixx® Austauschtreffen
  • Rückfragemöglichkeit zu Fragen der praktischen Umsetzung bei einer/einem lizenzierten teamfixx® TrainerIn
  • Zertifikat auf Lebenszeit

Die Qualitätssiegel für zertifizierte teamfixx® ModeratorInnen

MediatorIn

obennach oben

 

4) Zertifizierung als teamfixx® BeraterIn

 

Die Zertifizierung als »teamfixx® BeraterIn« dient der Vergewisserung, dass das Leistungszusage der Ergebnisfokussierten Beratung eingehalten werden kann.

 

 

4.1)  Voraussetzung für die Zertifizierung als teamfixx® BeraterIn

 

Das Zertifikat als »zertifizierte teamfixx® BeraterIn« und als »zertifizierter teamfixx® Berater« kann bei SOKRATeam beantragt werden. Die Gültigkeit des Zertifikats ist zeitlich unbegrenzt. Folgende Voraussetzungen sind dafür erforderlich:

  • Vertrautheit mit den unter 2.1 beschriebenen Inhalten
  • Die beiden Parallelprozesse (EFM und Prozess Assessment) sicher steuern können
  • Den eigenen KundInnen die unter 1.2 beschriebene Ergebniszusage verlässlich geben können
  • Teilnahme am teamfixx® Praxisworkshop, die jeweils von einer lizenzierten teamfixx® Trainerin / einem lizenzierten teamfixx® Trainer geleitet wurden
  • Reflexionsgespräch mit einem/einer teamfixx® SupervisorIn, bei dem die unter 1.7 bis 1.10 beschrieben Aspekte deutlich erkennbar verinnerlicht sind
  • Entrichtung der Zertifizierungsgebühr

 

Optionale Umsetzungsbegleitung

Die Kompetenzermittlung kann während einer konkreten Durchführung einer Ergebnisfokussierten Beratung erfolgen. Dafür assistiert ein/e teamfixx® SupervisorIn bei der Umsetzung. Die Kosten für die Umsetzungsbegleitung werden nach Aufwand berechnet und sind nicht in der Gebühr für die Zertifizierung enthalten.

 

obennach oben


 

4.2)  Berechtigung durch die Zertifizierung als teamfixx® BeraterIn

 

Das Zertifikat berechtigt zu folgenden Handlungen:

  • die Nutzung des Markennamens »teamfixx®« sowie des Qualitätssiegels für zertifizierte teamfixx® BeraterInnen zu Darstellungszwecken der eigenen Qualifikation
  • den Bezug und Verwendung von original teamfixx® Arbeitsmaterialien
  • den Informationsabruf zu Weiterentwicklungen und Neuerungen zu teamfixx®
  • Teilnahme an teamfixx® Austauschtreffen
  • Veröffentlichung der Kontaktdaten unter https://www.teamfixx.com/beraterinnen
  • Rückfragemöglichkeit zu Fragen der praktischen Umsetzung bei einer/einem lizenzierten teamfixx® TrainerIn
  • Zertifikat auf Lebenszeit

Die Qualitätssiegel für zertifizierte teamfixx® BeraterInnen

BeraterIn

obennach oben

 

5) Lizenzierung als teamfixx® TrainerIn

 

Lizenzierte teamfixx® TrainerInnen sichern die hohe Qualität von teamfixx® Seminaren, -Workshops und -Prozessen. Sie verfügen über langjährige Erfahrung in Coaching, Training und Prozessbegleitung. Die Ausbildung zur/zum lizenzierten teamfixx® TrainerIn erfolgt ausschließlich in individueller Einzelbegleitung. Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn Sicherheit bei der Durchführung der unter 2. beschriebenen Fortbildungen vorhanden ist und die unter 1.6 beschriebenen Kompetenzen nachgewiesen sind. Die Kompetenzfeststellung erfolgt durch eine/n teamfixx® SupervisorIn.

 

5.1)  Zugangsvoraussetzungen

 

BewerberInnen sind als teamfixx® BeraterInnen zertifiziert und haben mindestens 10 teamfixx® Prozesse (inkl. Prozess Assessment) zum zugesagten Ergebnis geführt. Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung zur Gruppenleitungskompetenz mit hohen Selbsterfahrungsanteilen absolviert* und verfügen über mehrjährige praktische Erfahrung in der Umsetzung sowie mit der Begleitung und Förderung individueller Lern- und Entwicklungsprozessen von Menschen und Unternehmen.

(* z.B. Train The Trainer, TZI, TA, NLP, Gestalt, AusbilderIn für anerkannte Berufe und Weiterbildungen wie z.B. Coaching, Mediation, Organisationsberatung oder Supervision)
 

obennach oben

 

5.2)  Ausbildungsziele

 

Die BewerberInnen können die unter 2. dargestellten Fortbildungen durchführen. Sie erkennen Entwicklungsperspektiven der Seminarteilnehmenden und können klar verständliches und ressourcenorientiertes Feedback geben. Die BewerberInnen verfügen neben der Gruppenleitungskompetenz auch über die Fähigkeit, als Seminarleitung den Seminarteilnehmenden das Lernen am Vorbild zu ermöglichen. Dazu spiegeln sich die unter 1.7 bis 1.9 beschriebenen Aspekte im ihrem eigenen Handeln wieder.

 

5.3)  Ablauf der Ausbildung zum/zur teamfixx® TrainerIn

 

Die Ausbildung erfolgt in mit individueller praxisorientierter Begleitung der BewerberInnen durch eine/n teamfixx® SupervisorIn (obligatorische Umsetzungsbegleitung).

  1. Bewerbungsgespräch von BewerberIn und teamfixx® SupervisorIn
  2. Schriftliche Reflexion von drei teamfixx® Prozessen (mit Prozess Assessment und Ergebniszusage)
  3. Alle fünf teamfixx® Fortbildungen sowie das teamfixx® Seminar und den Praxisworkshop gemeinsam mit einem/einer teamfixx® SupervisorIn mindestens einmal planen, durchführen und reflektieren
  4. Lizenzierungsgespräch mit BewerberIn und teamfixx® SupervisorIn
     

obennach oben

 

5.4)  Ausbildungskosten

 

Die Kosten für die Ausbildung zum/zur lizenzierten teamfixx® TrainerIn sind die Reise- und Honorarkosten des teamfixx® Supervisors /der teamfixx® Supervisorin. Sie werden nach Aufwand berechnet.

 

5.5)  Serviceleistung von lizenzierten teamfixx® TrainerInnen

 

Lizenzierte teamfixx® TrainerInnen stehen ihren SeminarteilnehmerInnen für Rückfragen zur Verfügung. Sie stellen eine Antwortzeit von maximal einer Woche sicher. Die Antwort kann auch von anderen lizenzierten teamfixx® TrainerInnen übernommen werden (z.B. während der Urlaubszeit).
 

obennach oben

 

5.6)  Lizenzierung als teamfixx® TrainerIn

 

Zusammen mit dem Antrag auf Lizenzierung nehmen die Teilnehmenden eine Selbsteinschätzung zu den unter 5.2. genannten Ausbildungszielen vor. Zu ihrer Selbsteinschätzung erhalten Sie von dem/ der teamfixx® SupervisorIn ein qualifiziertes Feedback zur Zielerreichung. Sofern die Ziele erreicht sind, verleiht der/die teamfixx® SupervisorIn die Lizenz als teamfixx® TrainerIn. Die Lizenz berechtigt zur Nutzung des Titels »lizenzierte/r teamfixx®-TrainerIn« und des Qualitätssiegels zu Darstellungszwecken der eigenen Qualifikation.

 

Die Qualitätssiegel für lizenzierte teamfixx® TrainerInnen

TrainerIn

obennach oben

 

5.7) Gültigkeit der Lizenzierung als teamfixx® TrainerIn

 

Die Lizenzierung ist auf eine Dauer von drei Jahren begrenzt. Die Verlängerung der Lizenzierung erfolgt über Praxisnachweise sowie Teilnahme an den Austauschtreffen lizenzierter teamfixx® TrainerInnen. Lizenzierte teamfixx® TrainerInnen sind unter https://www.teamfixx.com/lernen/trainerinnen/ gelistet. Bei Ablauf der Lizenzierung entfällt die Listung.

obennach oben

 

6) Berufung als teamfixx® SupervisorIn

 

teamfixx® SupervisorInnen werden von teamfixx® SupervisorInnen berufen.

 

Die Qualitätssiegel für teamfixx® SupervisorInnen

TrainerIn

obennach oben

 

7) Antrag für teamfixx® Qualitätssiegel

 

 

 

Download Antragsformular als Download

 

Downloadteamfixx Standards mit Antragsformular als Download

 

 

obennach oben